Die neue Gaggia Classic Evo ist endlich da – und nach dem berüchtigten „Boilergate“ wollte ich wissen: Hat Gaggia die Probleme wirklich gelöst? In meinem ausführlichen Video nehme ich die überarbeitete Maschine komplett auseinander und zeige, warum erst das Gaggimate Kit die Gaggia Classic zur echten Empfehlung macht.
Die Gaggia Classic: Eine Legende mit Schwächen
Für viele Home-Baristas war die Gaggia Classic der erste Schritt in die Welt des echten Espresso. Der 58mm Siebträger, das solide Gehäuse, der erschwingliche Preis – auf dem Papier stimmt alles. Aber wer schon mal versucht hat, konstant guten Espresso aus einer Stock-Gaggia zu ziehen, kennt die Frustration.
Im Video seht ihr das komplette Unboxing und einen tiefen Blick ins Innere der 2024er Version. Das Gute vorweg: Der neue Boiler scheint das Beschichtungsproblem tatsächlich gelöst zu haben. Die Basis ist solide.
Aber dann kommen die altbekannten Einkreiser-Probleme: Temperatursurfen ist Pflicht, der Werksdruck ist viel zu hoch, und beim Dampfen wartet man gefühlt ewig. Für reproduzierbare Shots braucht es mehr.
Was das Gaggimate anders macht
Ab etwa Minute 13 im Video wird es richtig interessant. Hier zeige ich, was passiert, wenn man die solide Hardware der Gaggia mit moderner Steuerung kombiniert.
Das Gaggimate ist kein simples PID-Upgrade. Es transformiert die gesamte Maschine:
Temperaturkontrolle auf Profi-Niveau – Statt wildem Surfen zeigt das Display eine stabile Temperaturkurve. Auf das Zehntelgrad genau, für Brühen und Dampf getrennt einstellbar.
Echter Shot-Timer – Keine externe App, keine Stoppuhr auf dem Handy. Die Bezugszeit direkt im Blick.
Flow Control via Dimmer – Im Video demonstriere ich, wie sich der Fluss während des Bezugs manuell steuern lässt. Langsame Pre-Infusion, dann voller Druck, zum Schluss sanft auslaufen lassen. Das ist normalerweise Maschinen jenseits der 2.000€ vorbehalten.
Druckmanagement – Das Manometer zeigt endlich, was im Siebträger wirklich passiert. Keine Ratespiele mehr.
Stock vs. Gaggimate: Der direkte Vergleich
Im Video seht ihr den Unterschied in der Praxis. Die gleichen Bohnen, die gleiche Mühleneinstellung – aber komplett andere Ergebnisse.
Mit der Stock-Maschine: Der erste Shot ist zu sauer (zu kalt), der zweite verbrennt (zu heiß). Klassisches Temperatursurfen-Roulette.
Mit dem Gaggimate: Shot für Shot konsistent. Die Crema ist gleichmäßig, der Geschmack reproduzierbar. Endlich kann ich an meinem Rezept feilen, statt gegen die Maschine zu kämpfen.
Für wen lohnt sich das Gaggimate?
Die ehrliche Antwort: Für jeden, der seine Gaggia Classic ernst nimmt.
Wenn du nur gelegentlich einen Espresso trinkst und mit „gut genug“ zufrieden bist, reicht die Stock-Maschine. Aber wenn du hellere Röstungen extrahieren willst, wenn du verstehen möchtest, warum dein Shot heute anders schmeckt als gestern, wenn du die Kontrolle willst, die eigentlich nur teure Maschinen bieten – dann ist das Gaggimate die Antwort.
Die Kombination aus der bewährten Gaggia-Hardware und der Gaggimate-Steuerung ergibt ein Setup, das deutlich teureren Dual-Boiler-Maschinen Konkurrenz macht.
Das komplette Video
Schaut euch den ganzen Test an – vom Unboxing über die technische Analyse bis zum direkten Vorher-Nachher-Vergleich:
Fazit
Die neue Gaggia Classic Evo 2024 ist eine gute Maschine. Mit dem Gaggimate wird sie großartig. Wer bereit ist, etwas Zeit in den Einbau zu investieren, bekommt ein Espresso-Setup auf einem Level, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.
